Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Mitte-

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Inhalt: Umwelt

Vermeidung, Ausgleich und Ersatz von Eingriffen

Abb. 1


Neben den technischen Baumaßnahmen ist die Eingliederung des auszubauenden Gewässers in Natur und Landschaft im Rahmen des Vorhabens ein wichtiges Anliegen. Für den Ausbau werden verschiedene Varianten untersucht und daraus die Planung entwickelt, die sowohl den ökologischen als auch den schifffahrtstechnischen Anforderungen gerecht wird. Dabei werden frühzeitig die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörden beteiligt.

Maßnahmen zur Vermeidung oder zur Minderung der durch den Ausbau bedingten Eingriffe werden in den technischen Entwurf eingearbeitet. Unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden entsprechend den Naturschutzgesetzen möglichst gleichartig und räumlich nah ausgeglichen. Ist ein Ausgleich vor Ort nicht möglich, kann der Eingriff durch Ersatzmaßnahmen in größerer Entfernung vom Eingriffsort kompensiert werden. Diese Maßnahmen werden in Landschaftspflegerischen Begleitplänen dargestellt, die gleichrangig neben den technischen Plänen Teil der Planfeststellungsunterlagen sind.

Vermeidungsmaßnahmen sind beispielsweise:

  • Verbreiterung nur zur einer Seite (Abb. 1)
  • Einschränkung der Bautätigkeit während der Brutperiode bestimmter Vogelarten
  • Umsiedlung bedrohter Tier- und Pflanzenarten (Abb. 2, 3)
  • Durchführung der Bauarbeiten möglichst vom Wasser aus
  • Ausführung vieler Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bereits vor Beginn des Streckensausbaus
  • Verzicht auf einen zweiten Betriebsweg in ökologisch sensiblen Bereichen
  • Herstellung des Betriebswegs in Schotterrasenbauweise

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können durchgeführt werden:

  • Pflanzungen mit standortgerechten Baum- und Straucharten
  • Begrünung der wasserseitigen Böschungen (Abb. 4)
  • Entwicklung von extensiv genutztem Grünland (Abb. 5)
  • Anlage von Sukzessionsflächen
  • Schaffung von vernetzenden Strukturen und Trittsteinbiotopen durch Hecken und Feldgehölze (Abb. 6)
  • Herstellung von Feuchtsenken (Abb. 7)
  • Anlage von begleitenden Gewässerlandschaften
  • Renaturierung von Fließgewässern (Abb. 8)
  • Umgestaltung der Ein- und Auslaufbereiche alter Düker zu Gewässeraltarmen
  • Herstellung von Fledermausquartieren

Nach dem Ausbau ist die Wasserstraße wieder Bestandteil der Natur. Sie bietet vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum und dient der Erholung für die Menschen.



Abb. 2 ( Zauneidechse )

Abb. 3 ( Röhrenfalle )

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6 ( Benjeshecke )

Abb. 7

Abb. 8