Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Mitte-

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Inhalt: Mittellandkanal

Der Mittellandkanal ist zentraler Teil einer Wasserstraßenverbindung, die vom Rhein über Ems und Weser bis zur Elbe bei Magdeburg und weiter bis nach Berlin und zur Oder führt.
Er ist ein wichtiger Verkehrsweg der Binnenschifffahrt in Europa. Viele Häfen und Umschlagstellen für Güter aller Art sind am Mittellandkanal und seinen Stichkanälen zu finden.
Die Seehäfen Bremen und Hamburg sind vom Mittellandkanal über die Mittelweser und den Elbe-Seitenkanal zu erreichen.

Der Mittellandkanal zweigt im Westen bei Bergeshövede in der Nähe von Rheine aus dem Dortmund-Ems-Kanal ab und verläuft zunächst parallel zu den Höhenzügen des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges nach Osten.
Bei Bramsche zweigt der rd. 14 km lange Stichkanal Osnabrück ab, der nach Süden zu den Schleusen Hollage und Haste führt und in den Hafenanlagen der Stadt Osnabrück endet.

Der Mittellandkanal verläuft weiter über Bad Essen und Lübbecke nach Minden, wo er die Weser in einer im Jahre 1998 neu erbauten Kanalbrücke überquert.
Sportboote und Fahrgastschiffe können in Richtung Osten fahrend auch die alte Kanalbrücke aus dem Jahre 1914 nutzen.
Westlich der Kanalbrücken zweigt der Verbindungskanal Nord aus dem Mittellandkanal ab.
Er stellt mit der Schachtschleuse Minden die kürzeste Verbindung zwischen dem Mittellandkanal und der Weser her.



(Wasserstraßenkreuz Minden / Mittellandkanal über die Weser)
    

(Wasserstraßenkreuz Minden / Mittellandkanal über die Weser)

Neben der Schachtschleuse, die 1915 in Betrieb genommen wurde, wird von 2010 bis 2013 die 140 m lange Weserschleuse Minden als neues Abstiegsbauwerk zur Weser errichtet.
Östlich der Kanalbrücken zweigt der Verbindungskanal Süd aus dem Mittellandkanal ab. Er stellt über zwei Schleusen eine zweite Verbindung zur Weser her.

Östlich des Wasserstraßenkreuzes Minden verläuft der Mittellandkanal vorbei an Bückeburg, Stadthagen, Wunstorf nach Lohnde,
wo ein weiterer Stichkanal mit der Hafenschleuse und der Abstiegsschleuse zur Leine nach Hannover–Linden führt.
Kurz vor Hannover bei Seelze kreuzt der Mittellandkanal mit zwei Kanalbrücken das Tal der Leine und durchquert anschließend die nördlichen Stadtteile von Hannover.
Hier zweigt noch ein kurzer Stichkanal nach Hannover-Misburg ab. Anschließend wird die Schleuse Anderten erreicht.
Westlich der Schleuse Anderten liegt der Wasserspiegel des Mittellandkanals bis zur Schleuse Münster am Dortmund-Ems-Kanal auf einem Niveau von NN+50,30 m.

 



(Mittellandkanal in der Stadtstrecke Hannover-Beneckeallee)
    

(Hindenburgschleuse Anderten)

Über die Schleuse Anderten wird die 14,70 m höher liegende Scheitelhaltung des Mittellandkanals mit der Wasserspiegellage auf NN+65,00 m erreicht.
Wenige Kilometer östlich der Schleuse Anderten zweigt der Stichkanal Hildesheim mit der Schleuse Bolzum aus dem Mittellandkanal ab.
Der Mittellandkanal verläuft nun weiter in Richtung Osten an Peine und Braunschweig vorbei bis zur Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg.
Kurz vor Braunschweig befindet sich ein weiterer Stichkanal, der über die Schleusen Üfingen und Wedlenstedt nach Salzgitter führt.
Westlich der Schleuse Sülfeld zweigt der Elbe-Seitenkanal aus dem Mittellandkanal ab, der nach 115 km Länge die Elbe bei Artlenburg erreicht.



(Luftbild Doppelschleuse Sülfeld)
    

(Mittellandkanal im Bereich Wolfsburg)

Über die Schleuse Sülfeld wird die 9,00 m tiefer liegende Osthaltung des Mittellandkanals erreicht, die mit einer Höhenlage von NN+56,00 m bis nach Magdeburg verläuft.
In Magdeburg wird über die Schleuse Rothensee die Schifffahrtsverbindung zur Elbe hergestellt.

Anschließend überquert der Mittellandkanal im Rahmen des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg in einer Kanalbrücke die Elbe und endet östlich der Elbe an der Schleuse Hohenwarthe, die den Übergang in den Elbe-Havel-Kanal ermöglicht.

Der Mittellandkanal gehört vom Abzweig auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Bergeshövede bis kurz vor Magdeburg (MLK-km 318,4) zum Verwaltungsbereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Hannover.
Die östlich anschließende Reststrecke des Mittellandkanals mit dem Wasserstraßenkreuz Magdeburg und den Schleusen Rothensee und Hohenwarthe gehört zum Verwaltungsbereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Magdeburg.

 

Zulässige Länge, Breite und Abladetiefe der Fahrzeuge und Schubverbände

Verzeichnis der Schleusen des Mittellandkanals, seiner Stichkanäle und Verbindungskanäle