Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Mitte-

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Inhalt: Talsperren

 

Eder- und Diemeltalsperre

Die Talsperren an Eder (Inbetriebnahme 1914) und Diemel (Inbetriebnahme 1924) sind die beiden einzigen bundeseigenen Talsperren.
Sie werden im Geschäftsbereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Hannover vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann.Münden betreut.
Die seinerzeit zum Ausgleich der Wasserentnahmen aus der Weser bei Minden zur Speisung des Mittellandkanals erbauten Talsperren dienen heute folgender Zweckbestimmung:

Als weitere Nutzungsarten sind im Laufe der Zeit die Berufs- und Sportfischerei sowie ein erheblicher Fremdenverkehr mit Wassersport, Fahrgastschifffahrt, Ferienheimen, Hotels, Pensionen, Campingplätzen und weiteren Freizeiteinrichtungen hinzugekommen.

 

Edertalsperre

 



(Edertalsperre)
    

(Edertalsperre)

Die Edertalsperre wurde von 1908 bis 1914 in einer ca. 400 m breiten Engstelle des Edertals bei Hemfurth errichtet.
Sie hat einen Stauraum von 199,3 Mio. m³. Ihre gekrümmte Schwergewichtsmauer hat eine Höhe von 47 m, eine Kronenlänge von 400 m und eine Kronenbreite von 6 m. Der entstandene Stausee hat eine Fläche von 11,5 km².

Die große Stauhöhe der Edertalsperre wird zur Gewinnung von Energie durch Wasserkraftwerke (seit 1994 ein Spitzenkraftwerk) genutzt.
Außerdem sind im näheren Bereich der Talsperre ein Laufkraftwerk am Ende des Ausgleichsbeckens und zwei Pumpspeicherkraftwerke errichtet worden, die das Ausgleichsbecken unterhalb der Talsperre als Unterbecken nutzen.

Das oberirdische Einzugsgebiet der Edertalsperre umfasst 1.443 km². Die mittlere jährliche Niederschlagshöhe erreicht 860 mm. Daraus ergibt sich eine Niederschlagsmenge von 1.240 Mio. m³/Jahr.
Zwischen Stauziel und Absenkziel - bei einem Reserveraum von 20 Mio. m³ - steht ein Betriebsraum von 179,3 Mio. m³ für die ständige Nutzung und Regelung des Abflusses zur Verfügung;
das sind nur knapp 28 % der mittleren jährlichen Abflussmenge von 650 Mio. m³. Aus diesem Grunde können weder alle Hochwasser voll abgefangen, noch alle Niedrigwasserperioden voll überbrückt werden.
Es müssen Kompromisse geschlossen werden, um den widerstreitenden Interessen der Ober- und Unterlieger, aber auch der Benutzer der Talsperre selbst möglichst gerecht zu werden.
Im Interesse der Fischerei soll das Absenkmaß nur in besonderen Notfällen unterschritten werden. Der "Eiserne Bestand" beträgt 10 Mio. m³.

Nach Bewirtschaftungsplänen, bei denen das Wetter- und Naturgeschehen berücksichtigt werden muss, soll die Talsperre spätestens bis zum 1. Juni eines jeden Jahres gefüllt sein.
Die Zuschusswasserabgabe für Fulda und Weser beginnt meist schon im Mai und erreicht ihren Höhepunkt in den späten Sommer- und Herbstmonaten. Im November hat die Talsperre häufig ihren geringsten Inhalt.

 

Diemeltalsperre

 



(Diemeltalsperre)
    

(Diemeltalsperre)

Die Diemeltalsperre wurde im Zeitraum von 1912 bis 1924 erbaut, wobei die Arbeiten während des 1. Weltkriegs ruhten.
Sie hat einen Stauraum von 19,93 Mio. m³. Ihre gekrümmte Schwergewichtsmauer hat eine Höhe von 45 m, eine Kronenlänge von 194 m und eine Kronenbreite von 7 m.
Der entstandene Stausee hat eine Fläche von 1,65 km².

Die Stauhöhe der Diemeltalsperre wird ebenfalls zur Gewinnung von Energie durch ein Wasserkraftwerk (Spitzenkraftwerk) genutzt.
Das oberirdische Einzugsgebiet hat eine Größe von 102 km² (7 % der Größe des oberirdischen Einzugsgebietes der Edertalsperre).
Die mittlere Abflussmenge beträgt 69 Mio. m³/Jahr. Das Absenkziel liegt bei 5 Mio. m³ Reserveraum; es bleiben ca. 15 Mio. m³ Stauraum zur Bewirtschaftung übrig. Der "Eiserne Bestand" beträgt 3 Mio. m³.