Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Mitte-

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Inhalt: Historie

Die Geschichte der Verwaltung der Wasserstraßen im Bereich der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Hannover ist verknüpft mit der Geschichte der Länder an der Weser. Die Zersplitterung dieser Länder im Mittelalter gestattete keinen Ausbau und keine ordnungsgemäße Unterhaltung der Flüsse für die durchgehende Schifffahrt. Erst im 18. Jahrhundert - in der Blütezeit der Weserschifffahrt - zeigten sich Ansätze einer großzügigeren, auch größere Strecken erfassenden Verwaltung. Mit der Weserschifffahrtsakte von 1823 wird die Fahrwasserunterhaltung den Anliegerstaaten übertragen. Durch den Zollverein konnte eine einheitliche Verwaltung eingerichtet werden.

Dienstgebäude GDWS Standort Hannover
(Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Hannover)

Mit Reglement vom 18. April 1823 wurde die Generaldirektion des Wasserbaus mit Sitz in Hannover als "Oberste Zentralverwaltungsbehörde für sämtliche Wasserbausachen des Königreichs Hannover" gegründet. Ihr oblag die oberste technische Leitung des gesamten Wasserbaus einschließlich der wasserwirtschaftlichen Maßnahmen und Bauten, die von Landdrosteien durchzuführen und zu verwalten waren. Auch die Erarbeitung wasserrechtlicher und schifffahrtspolizeilicher Gesetze und Verordnungen gehörte zu den Aufgaben der Generaldirektion.

Als untere Instanz wurden besondere Wasserbauinspektionen geschaffen. Bis 1864 waren in den Landdrosteibezirken Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Stade, Osnabrück und Aurich insgesamt 23 Wasserbauinspektionen eingerichtet. Nach der Annexion Hannovers durch Preußen im Jahre 1866 wurde die Generaldirektion im Jahre 1869 aufgelöst. Ihre Aufgaben gingen in der Mittelinstanz auf die Landdrosteien - die späteren Regierungspräsidenten - über, in der Ortsinstanz auf die sogenannten Baukreise, ausschließlich der "von Wasserbaubeamten zu besorgenden Baugeschäfte an den großen schiffbaren Strömen und Häfen"; d.h., die wasserwirtschaftlichen Aufgaben oblagen von nun an den Baukreisen, während die Strombauaufgaben bei den Wasserbauinspektionen blieben. So gab es im Wesergebiet die Wasserbauinspektionen Kassel, Höxter, Hameln, Rinteln, Minden, Nienburg und Verden. 1896 wurde die preußische Weserstrombauverwaltung beim damaligen Oberpräsidenten der Provinz Hannover, Rudolf von Bennigsen, geschaffen; ihr unterstanden als Bezirksbehörden die Wasserbauinspektionen, die zu Wasserbauämtern und später zu Wasserstraßenämtern umbenannt wurden. 1889 wurde in Preußen den Strombauverwaltungen die Strom- und Schifffahrtspolizei übertragen. Als herausragende Leistungen der Strombauverwaltung in der Folgezeit sind zu nennen:

Nachdem die fertiggestellte MLK-Strecke Bergeshövede-Hannover der Weserstrombauverwaltung unterstellt worden war, erhielt die Behörde am 01.04.1918 die Bezeichnung "Wasserstraßendirektion". 1921 beim Übergang der Wasserstraßen von den Ländern auf das Reich, bei dem sich der Zuständigkeitsbereich der Strombauverwaltungen entsprechend vergrößerte, blieben die Strombauverwaltungen bestehen. Die Länder verwalteten die Reichswasserstraßen im Auftrage des Reiches und unter der Fachaufsicht des Reichsverkehrsministeriums.

Nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind 1949 die ehemaligen Reichswasserstraßen Bundeswasserstraßen geworden, die der Bund seitdem durch eigene Behörden - die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung - verwaltet. Als die Gebäude der Wasserstraßendirektion durch Kriegseinwirkung zerstört worden waren, konnte die WSV zum Jahreswechsel 1949/50 die neuen Diensträume in der ehemaligen Hindenburgkaserne am Waterlooplatz beziehen. Die Aufgaben der früheren Weserstrombauverwaltung werden nunmehr von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) wahrgenommen, die diesen Namen seit 1951 führt.